In unserer Rolle als Junge Union ist es auch unsere Pflicht bei Gelegenheit als Stachel im Fleische der Union zu agieren und aufzuzeigen, wo unsere Freunde auf falschem Kurs sein könnten.

So erscheint es zumindest verwunderlich, wenn sich die CDU Deutschland auf ihrer offiziellen Facebook-Seite darüber erfreut den Kohleausstieg bis 2038 beschlossen zu haben.
Die dabei aufgestellte Behauptung, Strom bliebe bezahlbar für Verbraucher und Unternehmer, erscheint hier fernab jeglicher Realität. Unter anderem bedingt durch die sinnlose wie halbherzige Energiewende bezahlen die Deutschen bereits jetzt den höchsten Strompreis innerhalb Europas. Bezahlbarkeit scheint insofern im Auge des Betrachters zu liegen.

Dessen ungeachtet bleibt fragwürdig, wie sich Deutschland zukünftig selbst versorgen sollte, ganz ohne Atomstrom und Kohle. Erneuerbare Energien sind lange noch nicht ausgereift oder ausreichend vorhanden und es erscheint zumindest risikoreich, darauf zu vertrauen sämtliche Defizite innerhalb von 18 Jahren ausgleichen zu können. Somit macht sich Deutschland ohne Zwang abhängig von Energie aus dem Ausland und befeuert so weitere einschneidende Verteuerungen. Warum also diese Entscheidung?
Zweifellos sollte Deutschland sich für die Umwelt einsetzen, dies allerdings planvoll und im Bereich des Rationalen. Der Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß liegt mit etwa 2 % ohnehin vergleichsweise niedrig, womit eine radikale Einsparung der Umwelt kaum nützt, aber unserer Wirtschaft deutlich schaden kann.

Was es hier braucht, sind Anreize um zu zeigen, dass sich Umweltschutz auch lohnen kann. Verzicht wird kaum zum Nacheifern animieren, sondern Deutschland viel eher als mahnendes Beispiel erscheinen lassen.

Insofern sollte sich die CDU Deutschland wieder auf ihre konservative Basis rückbesinnen und sich nicht vor den Karren der hysterischen Öko-Kommunisten spannen lassen. Letztere werden sich nämlich nicht lange mit Energieausstiegen zufriedenstellen lassen können und weiterhin den allgemeinen Wohlstand mit Verboten und Verzichtszwängen gefährden.

Autor: Sascha Pascal Völkel
Bild: (c) pixabay