Wann haben Sie sich das letzte Mal mit Freunden, Mitschülern oder Arbeitskollegen über den Klimawandel und das eigene Verhalten im Umgang mit Ressourcen ausgetauscht? Meiner Erfahrung nach ist allen Gesprächspartnern die Notwendigkeit der Reduktion von Treibhausgasen sowie der nachhaltige Umgang mit Ressourcen durchaus bewusst. So eine Diskussion endet oft mit den Worten: “Wenn jeder ein bisschen was tut, ist schon ganz viel gewonnen” oder “Jeder muss sich da an die eigene Nase fassen”. Und ja, das stimmt tatsächlich. Im Alltag vergisst man nur allzu leicht, wie viel Einfluss ein Verbraucher tatsächlich in der Hand hat.

Viele Menschen sehnen demzufolge ein hartes Durchgreifen der Politik in Sachen Klimaschutz herbei. Dieser Wunsch nach drastischen Einschnitten in unsere Lebensgewohnheiten ist aber sehr kurzsichtig. Ein Wandel wie die Energiewende braucht Zeit für Vorbereitung und eine vernünftige Umsetzung, auch während der Umsetzung eine ständige Anpassung an aktuelle Gegebenheiten und Veränderungen. Ein schönes Beispiel ist das Projekt ITER (lateinisch: Der Weg) im französischen Ort Cardarache gelegen. Hier arbeiten 35 Nationen an einem Fusionsreaktor, der langfristig und nachhaltig erzeugte Energie liefern könnte. Dass bei solch einem Projekt nicht immer alles nach Plan läuft und Kosten höher ausfallen als geplant, liegt in der Natur der Sache. Jedoch legen grade solche multinational angelegten Projekte den Grundstein für langfristige und nachhaltige Lösungen. Selbiges gilt für den Wandel hin zur Elektromobilität: Es macht keinen Sinn, sämtliche Autos von jetzt auf gleich auf Elektroantrieb umzustellen! Unser Stromnetz ist nicht in der Lage, die benötigte Leistung vorzuhalten, falls des nachts alle Leute ihre Akkus aufladen wollen; ganz abgesehen von dem immensen Eingriff in die Natur zum Abbau seltener Erden, welche für die Produktion von modernen Batterien benötigt werden. Demnach sind innovative und nachhaltige Strategien gefragt, die nebeneinander bestehen und ausgebaut werden sollten, damit wir das Ziel der Elektromobilität erreichen, wie etwa die: Weiterentwicklung von Batteriesystemen sowie auch der Brennstoffzelle. Auch synthetische Kraftstoffe könnten in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen und der deutschen Automobilbranche Zeit geben, ihre Vorreiterrolle bei modernen Verbrennungsmotoren zu erhalten. Damit blieben einerseits mehr Arbeitsplätze erhalten und andererseits wäre dem Klimaschutz auch gedient.
Wer sich einschlägig mit diesen Themen auseinandersetzt, wird früher oder später feststellen, dass das Ziel von emissionsfreier/ nachhaltiger Energie und Mobilität ein schwieriger Weg ist, der viele Herausforderungen, sowohl technischer als auch politischer Natur bereithält. Dennoch lohnt es sich, diesen zu gehen.

Welchen Beitrag kann jeder einzelne leisten, solange wir noch nicht am Ziel sind? Eine ganze Menge. Ein achtsames Mindset in den kleinen Entscheidungen des Alltags kann viel bewirken. Eine solche Einstellung kann im Alltag zu Fragen wie diesen führen:
• Nehme ich für einen kleinen Einkauf das Auto, oder geht es auch per Rad oder zu Fuß?
• Kaufe ich Äpfel aus Südamerika, oder lieber welche aus der Region?
• Muss ich jeden Tag eine weite Strecke zur Arbeit pendeln, oder habe ich die Möglichkeit, einen Tag in der Woche im Homeoffice zu arbeiten?
• …

Fallen Ihnen noch weitere Möglichkeiten ein, um ihre Umwelt zu schonen? Umso besser! Wichtig bei allem Engagement ist, dass es vor allem die kleinen alltäglichen Entscheidungen sind, mit der wir unsere Umwelt schonen können. Strenge gesetzliche Reglementierungen lehnen wir ab. Denn solche Vorgaben, wie es einige Umweltorganisationen fordern, führen schließlich doch nur zur

Autor: Bryan Fülöpp
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